Rückblick und Ausblick

„Die Tabelle hat sich verändert, denn sie hat sich etabliert …“ frei nach Kraftklub „Unsere Fans“
Liebe Eckbauern,
wir haben das – von der Ausgangslage her – vielleicht schwerste Spiel der Saison gut gemeistert. Nach dem prächtigen Kantersieg gegen Rehberge ging es gegen das punktlose Schlusslicht aus Weissensee gegen das wir mithin zum Pflichtsieg verdammt waren. Und dies umso mehr, als dass sie auch noch stark ersatzgeschwächt angetreten sind; lediglich die ersten drei Bretter waren bestbesetzt, sodann ging es jedoch an Brett 4 schon mit der Nummer 9 weiter, an 5 die Nummer 10 usw. Am Anfang sah es auch noch sehr schön und entspannt aus, doch dann drohte der Kampf sogar zu kippen. Nachdem Michael und Peter an den Brettern 8 und 2 jeweils mit Schwarz in überaus ausgeglichener Stellung ins Remis einwilligten, brachte ich uns in Rückstand. In einer sehr dynamischen und taktisch geprägten Stellung erkannte ich gleich zweimal meine Chance zu einem gewinnbringenden Springeropfer nicht (15. und 19. Zug) durch welches ich ausgesprochen ansehnlich hätte gewinnen können und musste nur ein paar Züge später erleben, wie er mein Gegner seine Chance, mit einem Springer(räum)opfer zwingend alles klar zu machen, nutzte und demgemäß verdient seine Mannschaft mit 2:1 nach vorne brachte. Zwischenzeitlich schienen sich an drei anderen Brettern klare Stellungsvorteile für uns weitgehend verflüchtigt und Zum Teil Zeitnachteilen Platz gemacht zu haben. Umso bemerkenswerter, dass dank einer wirklich geschlossenen Mannschaftsleistung noch ein klarer 5,5 zu 2,5 Erfolg für uns erkämpft wurde, zu welchem Wolfgang an Brett 1 einen wichtigen halben Punkt beisteuern konnte und bei welchem Dieter, Frank, Stefan und schließlich auch noch Klaus nach langem und zähem Kampf ihre Partien gewinnen konnten. Wir haben also den Charaktertest bestanden, wenn auch das Ergebnis zuletzt (erfreulicherweise) deutlicher ausfiel, als es der Mannschaftskampf zwischenzeitlich erwarten ließ.
Wir stehen – momentan – daher nach 5 von 9 Runden mit 7 Mannschaftspunkten, einem sehr ordentlichen Brettpunktverhältnis und auf Tabellenplatz 3 stehend, blendend da. Wir haben in den letzten 4 Runden allerdings auch noch die drei stärksten Mannschaften unserer Gruppe (- außer vielleicht uns? -) noch vor der Brust.
Die 6. Runde findet schon am 28. Januar 2018 statt und wir spielen zu Hause gegen die Schachfreunde von Nord-Ost Berlin, eine Mannschaft, die uns nominell deutlich überlegen sein dürfte. Nach 5 Runden betägt der DWZ-Schnitt der von ihnen eingesetzten Spieler stolze 2018 (bei uns 1893), gemittelt auf die Partien 2025 (zu 1933). Sie werden voraussichtlich an 6 von 8 Brettern nominell stärker besetzt sein als wir. Den größten Unterschied wird es an Brett 4 geben, wo mein Gegner gut 190 DWZ – Punkte mehr auf die Waage bringt, als ich…
Aber: wir stehen einen Platz vor ihnen und es wäre doch ausgesprochen cool, wenn sich daran auch nichts ändern würde!!
An unserer Einstellung wird es jedenfalls gewiss nicht scheitern; wir sind ausgesprochen gut in Form und spielen (scheinbar) deutlich über unseren Verhältnissen. Nach 40 gespielten Parten haben wir ein DWZ-Plus von 46 Punkten zu verzeichnen (, während es bei unserem nächsten Gegner ein Minus von 86 Punkten ist). Und selbst an Brett 4 ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Zwar hat mein zu erwartender Gegner bislang aus 5 Partien 4 Siege geholt und ist mir nominell turmhoch überlegen… – aber bislang hat noch keiner von uns Remis gespielt … und ich habe bei meinen 4 Partien zweimal gegen nominell Schwächere verloren und zweimal gegen nominell Stärkere gewonnen … 🙂
Ich denke schon, dass sie den Ehrgeiz mitbringen werden, „die Tabelle zu korrigieren“. – Aber die Tabelle ist uns mittlerweile irgendwie ans Herz gewachsen, zumindest zu einem guten Kumpel, wenn nicht gar zu einem Freund geworden. Und für seine Freunde sollte man sich einsetzen! Erst recht, wenn andere versuchen, sie „zu verbiegen“!!!!! Die Tabelle gibt uns zunehmendes Selbstbewusstsein. Wir sollten ihr ruhig etwas zurückgeben. Am besten die Kraft zur Beständigkeit.
Und ewig grüßt das Murmeltier: „maybe this time“ …
Jeder ist natürlich auch herzlich willkommen, so frühzeitig, ausgeschlafen und bestens eingestellt einzutreffen, dass er mithelfen kann, die Schlachtfelder mit auf zu bauen, an denen wir punkten wollen!
In diesem Sinne
Alles Gute und spätestens bis Sonntag
Feri

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