Ferenc Tóth ist Pokalsieger 2017

Im Finale gegen Wolfgang Focke musste sich Feri doch mehr anstrengen als ihm lieb war. Im 12. Zug ließ er einen Bauerngewinn aus, was ihn noch den Rest der Partie wurmte. Danach wurde die mitgebrachte Verpflegung, beide hatten unter anderem 2 Bananen dabei, um ein Bier ergänzt. Jetzt endlich erkämpfte er sich sich im Dame Turm Endspiel einen Minivorteil in Form eines Doppelbauern auf Wolfgangs Seite. Im 32. Zug und nur leicht schlechterer Stellung stellte Wolfgang, der bis dahin gut mitgehalten hatte, einen Turm ein. Damit war das Finale entschieden.
Herzlichen Glückwunsch an Feri.


Nachdem Feri 15. Se2 gezogen hatte, wurde ihm bewußt, dass 15. bxc6 einen Bauern gewonnen hätte. Doch die Analyse ergab Kontermöglichkeiten für Schwarz mittels des Figurenopfers 15…dxe4. Die Maschine sieht Weiß nur mit 0,4 im Vorteil.

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Ein Kommentar zu Ferenc Tóth ist Pokalsieger 2017

  1. Ferenc Toth sagt:

    Ps.: Wolfgang hat – so auch Fritz – sehr stark gespielt! Insbesondere war der befreiende Bauernvorstoss d5 – entgegen meiner fehlgehenden Einschätzung – keineswegs ein klarer Verlustzug, der zu einem gesunden, kräftigen und gut gedeckten Freimehrbauern im Zentrum hätte führen müssen, sondern, wie Reinhard und Frank es in ihrer Spontananalyse unmittelbar nach der Partie schon vermutet hattet, in Wahrheit, wenn ich auf Bauernraub gehen will, ein aussichtsreiches Figurenopfer. Wolfgang bekommt 3 Bauern für die Figur und die Iniitiative in einer Stellung, in der ich mich auch noch in erheblichem Entwicklungsverzug befunden hätte. Zwar hätte mir Fritz einen leichten Vorteil (etwa 0,4) zugestanden, aber es erscheint mir doch sehr zweifelhaft, ob ich zunächst einmal überhaupt in der Lage gewesen wäre, die richtigen Verteidigungszüge zu finden, meine Entwicklung zu vervollständigen und dann auch noch einen etwaigen Hauch von Restvorteil zu realisieren. Ungleich wahrscheinlicher erscheint mir, dass ich das Schicksal von Wolfgang Stark in seiner VM- Erstrundenpartie gegen Klaus Zschäbitz geteilt hätte, als er eine Figur für 3 Bauern gewann – und sodann vom Regen in die Traufe kam. Vermutlich hätte ich es mit den eigenen Nerven zu tun bekommen, während ihm Flügel gewachsen wären.

    Auch fortan war es absolut ein Spiel auf Augenhöhe, wo wir beide sehr oft – bis zu seinem fatalen Fehlgriff – die Fritz-Favoriten gezogen haben. Zudem ist zu konstatieren, dass die Eröffnung an Wolfgang ging. Ich habe meine Stellung überschätzt, meine Entwicklung vernachlässigt und wähnte mich noch positionell im Vorteil, als er es – und das mit Schwarz – schon war. Gleichwohl konnte ich wieder ausgleichen und mir einen kleinen Vorteil verschaffen. Bis unmittelbar vor Schluss blieb die von beiden Seiten sehr ordentlich geführte Partie, voll in der Remisspanne. Von meinem DWZ-Vorsprung war auf dem Brett bis zu seinem vorletzten Zug nichts erkennbar. Mein Glück war lediglich, dass ihn die Partie mehr Körner gekostet zu haben schien, so dass es auch zu dem Blackout kam.

    Liebe Grüße

    Feri

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