Die 5. Runde BMM von Dr. Ferenc Toth

Liebe Schachfreunde,

was vom Tage übrig bleibt sind zwei erfreuliche weitere Punkte dank eines 5:3 Erfolges gegen Friedrichshagen – und die Erkenntnis, dass die Mannschaft stark genug ist, um ihren Mannschaftsführer mit durchzuschleppen …

Im Einzelnen: Es versprach ein Spiel auf Augenhöhe zu werden. In der letzten Saison waren wir mit einem blauen Auge in Gestalt eines glücklichen 4:4 davon gekommen. Wir hatten nach der 4. Runde einen Mannschaftspunkt mehr, als unser Gegner – von unseren 5 Punkten hatten wir allerdings 4 gegen die beiden Schlusslichter geholt gegen die Friedrichshagen noch gar nicht gespielt hatte. Die hatten dafür schon gegen die beiden Erstplatzierten aus unserer Staffel gespielt, die uns beide noch bevorstehen.

Ich selbst hatte an Brett 4 einen Gegner (DWZ etwa 2050 – vor einiger Zeit mal ca. 2200), der in den ersten 4 Runden jeweils Remis gespielt hatte und vor dem ich Respekt hatte. Entsprechend verhalten baute ich mich auf, hatte unterschwellig vermutlich ein Remis im Hinterkopf und wurde für meine Feigheit bestraft. So nach und nach wurde eine ausgeglichene zu einer für mich nachteiligen Stellung bei der es ihm schließlich gelang, seinen positionellen Vorteil in einen schließlich überzeugenden Sieg zu verwerten.

So ziemlich zeitgleich gewann allerdings auch Dieter seine Partie, so dass es 1:1 stand. Wenn das kein Trost war …?!

Der Mannschaftskampf war zu diesem Zeitpunkt völlig offen. Es war nicht im entferntesten zu erahnen, dass meine Niederlage die einzige unserer Mannschaft bleiben würde, wohingegen unser Gegner am Ende derer 3 würde haben sollen.

Peter gelang an Brett 2 das, was meinem Gegner leider verwehrt geblieben war: in der 5. Runde das 5. Remis. Zwar schien er lange Zeit stärker, aggressiver, bedrohlicher zu stehen und mehr am Sieg zu schnuppern, ohne jedoch dass ein Gewinnweg zu finden gewesen wäre.

Wolfgang bekam an Brett 1 diesmal nichts geschenkt. Er musste sich den ganzen Punkt mit Schwarz erarbeiten und schwer verdienen. Und genau das tat er auch zur 2,5 : 1,5 Führung.

Bald schon danach gaben Klaus an Brett 3 und sein Gegner ihre Partie Remis. Nachdem Klaus am Anfang in eine problematiscche Stellung geraten war, gelang es ihm sich auf Kosten eines Minusbauern aus dieser zu befreien, die Initiative zu übernehmen, den Bauern bald zurückzugewinnen und sogar die leicht bessere Stellung übrig zu behalten ohne freilich echte Siegchancen zu haben. Ergo: 3:2 für uns.

Und gekämpft wurde noch an den Brettern 5, 6 und 8. – In den bisherigen Runden war Friedrichshagen besonders an den hinteren Brettern stark und erfolgreich. Aber wir waren „ersatzgestärkt“!

Frank’s Partie an Brett 5 sah zwar leicht vorteilhaft unter dem Strich aber auch sehr remislich aus, während Thomas Neubart und sein Gegner es an Brett 7  bei vorteilhafter Stellung mit beiderseitigen Zeitproblemen zu tun bekamen, die ersichtlich an den Nerven zehrten, und Manfred Weiser an Brett 8 seinem Gegner den Nachweis schuldig war, dass das Turmendspiel trotz eines Minusbauern Remis zu halten war.

Nach der Zeitnot hatte Thomas eine klare Gewinnstellung auf dem Brett, die allerdings noch Schwindelchancen zu bieten schien.

Frank und sein Gegner gaben ihre Partie Remis – 3,5:2,5. – so dass es schließlich ausgerechnet unseren „Ersatzleuten“, die sich eher als Geheimwaffen erwiesen, vorbehalten war, den Sieg nach Hause zu bringen.

Thomas behielt die Nerven und gewann seine Partie überzeugend- was seinen Gegner augenscheinlich soviel Kraft kostete, dass es zum Gratulieren nicht mehr reichte …

Und – nachdem Manfreds Gegner nun wirklich alles versucht hatte, um das Turmendspiel doch noch zu gewinnen, musste er sich schließlich doch mit einem Remis begnügen, so dass nach etwas mehr als 5 Stunden Spielzeit unser 5:3 Erfolg feststand.

Im Fall eines weiteren Erfolges in der nächsten Runde in Hermsdorf wäre auf dem Thema „Abstieg“ für diese Spielzeit wohl endgültig „der Deckel drauf“. Wir sollten alles tun, um das Momentum zu nutzen.

Wir werden also wieder umbauen, uns neu erfinden müssen, und dabei neuen Kräften Gelegenheit geben, zu Helden zu werden!!

Klappt ja bisher auch ganz gut …

Mehr dazu vermutlich schon bald in Euerem e-mail-Fach.

Fürs erste: Liebe Grüße aus der oberen Tabellenhälfte

Feri

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