Bericht der 1. zur 4. Runde, von Dr. Ferenc Toth

Liebe Schachfreunde,

die Metamorphose ist geglückt: Heinz-Dieter’s Verwandlung vom passiven Spieler zum aktiven Daumendrücker ist vollbracht. – Und zum Einstand gab es die erhofften beiden Mannschaftspunkte nebst einem erfreulich klaren Ergebnis.

Durch den 6,5 zu 1,5 Erfolg haben wir die Schmach gegen die Schachfreunde ganz gut ausgebügelt. Bevor wir jetzt größenwahnsinnig werden, sei allerdings daran erinnert, dass es zwar für uns der höchste Sieg seit langem, für unseren Gegner aber das diesjährige bisherige Standardergebnis war. Es waren zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, die uns erstmal wieder ruhig durchatmen lassen können. Mit 5 Punkten aus 4 Runden haben wir uns gegenwärtig in der Komfortzone der Tabellenmitte etabliert, sollten aber nicht aus den Augen verlieren, dass 4 der 5 Punkte gegen die beiden Tabellenschlusslichter geholt wurden. In der nächsten Runde gegen Friedrichshagen könnte demgegenüber eine echte Standortbestimmung folgen. Ich bin ja seit der letzten Saison eh ein verkappter Fan von denen, da ich es bewundere, was die als Team aus ihren Möglichkeiten herausholen. In der letzten Saison wurden sie als Abstiegskandidat gehandelt, haben gegen uns – sehr stark ersatzgeschwächt mit der 3 c) Mannschaft fast gewonnen und letztlich ein Mannschaftsremis geholt, endeten in der letzten Spielzeit ganz weit oben als 1. von den normalsterblichen Mannschaften und turnen jetzt schon wieder da oben herum. Und sie haben dabei noch gegen keines der beiden Schlusslichter gespielt. Die schaffen es dauerhaft und überzeugend als Team deutlich stärker zu sein, als die Summe ihrer Einzelspieler.

Aber: auch wir stellen eine intakte Mannschaft, die meines Erachtens ebenfalls prächtig und zur homogenen Einheit zusammengewachsen ist. Wir sind nicht nur weit davon entfernt, einen kampflosen Punkt abzugeben. Vielmehr zeigt sich der Zusammenhalt auch an dem Verhalten nach dem Ende der eigenen Partie. Bemerkenswert fand ich z.B. dass Wolfgang, der nun schon zum 2. Mal ohne Gegner blieb und nach einer halben Stunde mit seiner Partie fertig war, gleichwohl auch dieses Mal wieder bis zum Ende blieb, um zu sehen, wie es uns, seinem Team, ergeht.

Womit wir auch schon beim Mannschaftskampf selbst sind. – Wolfgang brachte uns nach 30 Minuten mit seiner schieren Präsenz mit 1:0 in Führung. Gegen unseren – allerdings auch stark ersatzgeschwächten Gegner – folgten nach etwa 2 weiteren Stunden 2 überzeugende Siege durch Dieter Warken und Frank König, so dass wir doch sehr schnell beruhigend mit 3:0 vorne lagen. Da wir zudem an keinem Brett auf Verlust standen – Peter Hoffmann hatte einen gesunden Bauern mehr, Stefan Krabel hatte eine klar vorteilhafte Druckstellung, Peter Dehne stand vorteilhaft und nur ich schien mal wieder echte Probleme zu bekommen – war die Wahrscheinlichkeit, dass noch etwas anbrennen könnte, denkbar gering.

Sodann einigten sich Peter Dehne und sein Gegner auf Remis, so dass es 3,5 zu 0,5 für uns stand.

Sodann half vermutlich Heinz-Dieter’s Daumendrücken. Mein Gegner griff fehl, verlor eine Figur und musste 4 Züge später aufgeben.

Zwischenzeitlich erwies sich Stefan als Mann für die wirklich wichtigen Punkte. In nachwievor aktiverer Druckstellung stellte er zweizügig eine Figur ein, wehrte sich noch eine Weile tapfer und konnte, als der Mannschaftserfolg feststand erleichtert, wenn auch natürlich über seinen Fehlgriff verärgert, seinem Gegner die Hand reichen.

Schließlich verwertete Peter seinen Bauernvorteil im Damen- sowie anschließendem Bauernendspiel, ehe es Klaus vergönnt war mit seinem Sieg an Brett 3 den Schlusspunkt zu setzen.

Unter dem Strich gilt es mithin festzustellen: nix zu meckern.

Bereits in knapp 2 Wochen geht es weiter. Und zwar zu Hause gegen FRIEDRICHSHAGEN. Unsere Mannschaftsaufstellung gibt es voraussichtlich in der 2. Wochenhälfte.

Erstmal liebe Grüße an alle

Feri

 

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Ein Kommentar zu Bericht der 1. zur 4. Runde, von Dr. Ferenc Toth

  1. Heinz-Dieter Semmelroth sagt:

    Liebe Schachfreunde der 1. Mannschaft,
    meinen Glückwunsch zu diesem hohen und wichtigen Sieg!
    Wenn auch alle meine Daumen weh tun, aber das ist die Mühe wert.
    Dafür dürfen sie mir das nächste Mal wieder weh tun.
    Ich freue mich auf jeden Fall für und mit Euch!
    Herzliche Grüße
    Heinz-Dieter

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